Jeder Leasingvertrag beruht auf einer Zahl, die fast niemand anschaut: dem Restwert, also dem Betrag, den das Fahrzeug am Vertragsende noch wert sein soll. Er bestimmt die Monatsrate, er dient als Referenz, wenn ein Rückkauf möglich ist, und er wird abgerechnet, wenn Sie die Schlüssel zurückgeben. Wer diese Zahl versteht, versteht sein Leasing.
Das Prinzip: Sie finanzieren nur den Wertverlust
Beim Leasing zahlen Sie nicht den Preis des Autos zurück, sondern nur die Differenz zwischen Neupreis und Restwert, plus die Finanzierungskosten. Ein Auto für CHF 38’000 mit einem Restwert von CHF 15’200 nach 48 Monaten «kostet» Sie nur CHF 22’800 Wertverlust. Dieser Logik Der Restwert ist also keine Kosten: Am Vertragsende existiert dieser Wert noch, er gehört nur dem Leasinggeber.
Ein hoher Restwert macht die Rate schön, nicht den Vertrag
Gleiches Auto, gleiche 48 Monate, nur der Restwert-Prozentsatz ändert:
| Restwert 40 % (CHF 15’200) | Restwert 55 % (CHF 20’900) |
|---|
| Ausgewiesene Monatsrate | CHF 515 | CHF 408 |
| Zinsen total | CHF 4’920 | CHF 5’478 |
| Vertraglicher Restwert am Vertragsende | CHF 15’200 | CHF 20’900 |
Der aufgeblähte Restwert senkt die Monatsrate um CHF 107, ein Verkaufsargument, gegen das schwer anzukommen ist. Aber er erhöht die Zinsen (hier um CHF 559), denn die Finanzierungskosten eines Leasings werden auf einem Kapital berechnet, das den Restwert einschliesst. Das Risiko, dass der Occasionsmarkt diese optimistische Zahl nicht bestätigt, gehört allerdings nicht Ihnen, solange Sie das Auto zurückgeben: Es trägt der Leasinggeber. Ein hoher Restwert kommt Ihnen also entgegen, ausser Sie wollen das Fahrzeug zurückkaufen.
Wer trägt das Risiko? Es kommt darauf an, wie der Vertrag endet
- Sie geben das Auto zurück: Das Marktrisiko liegt beim Leasinggeber, das ist der echte Trumpf des Leasings. Aber der Zustand des Fahrzeugs wird geprüft: Was über die «normale Abnutzung» hinausgeht (Felgen, Stossstangen, Innenraum, unvollständige Servicehistorie), wird nach dem Tarif des Vertrags verrechnet.
- Sie überschreiten die Kilometer: Jeder Kilometer über dem vereinbarten Paket wird verrechnet: Je nach Vertrag und Fahrzeugklasse rechnen Sie grob mit 10 bis 30 Rappen. 10 000 km zu viel können mehr als CHF 2’000 kosten. Umgekehrt werden nicht gefahrene Kilometer nur teilweise zurückerstattet, wenn überhaupt. Diese Klausel ist also nicht symmetrisch, und sie erklärt, warum das Risiko des Leasinggebers komfortabler ist, als es scheint: Viele Fahrzeuge kommen mit mehreren tausend Kilometern weniger als geplant zurück und sind damit mehr wert als der im Vertrag festgehaltene Restwert. Die Differenz bleibt bei ihm. Daher der folgende Reflex.
- Sie möchten das Auto kaufen: Prüfen Sie zuerst, ob Ihr Vertrag ein Kaufrecht vorsieht und zu welchem Preis. Bei manchen Leasinggebern lässt sich das Fahrzeug zum Restwert erwerben; bei anderen unterbreitet die Leasinggesellschaft oder die Garage ein eigenes Angebot, dessen Betrag abweichen kann. Ist der Rückkauf zum Restwert garantiert, kaufen Sie bei einem hoch angesetzten Restwert über dem Marktpreis, und bei einem tief angesetzten ist das Geschäft gut. Vergleichen Sie in jedem Fall den genannten Preis mit vergleichbaren Occasionen.
Die richtigen Reflexe bei der Unterschrift
- Wählen Sie von Anfang an ein ehrliches Kilometerpaket, weder zu tief noch zu hoch. Zu tief, und die überschüssigen Kilometer werden teuer verrechnet. Zu hoch, und Sie bezahlen im Voraus einen Wertverlust, den Sie gar nicht verursachen, und geben dem Leasinggeber ein Fahrzeug zurück, das mehr wert ist als geplant, ohne Ausgleich. Die richtige Zahl ist Ihr tatsächlicher Kilometerstand der letzten Jahre.
- Verlangen Sie den Restwert in Franken (nicht nur die Monatsrate) und vergleichen Sie ihn mit Occasionsinseraten desselben Modells im selben Alter: Das ist der einfachste Realitätstest.
- Prüfen Sie den Rückgabetarif (Abnutzung, Reifen, Kratzer) im Anhang des Vertrags: Dort verstecken sich die bösen Überraschungen, nicht im Zinssatz.
- Wenn Sie das Auto behalten möchten, lassen Sie sich die Rückkaufmodalitäten schriftlich geben, bevor Sie unterschreiben: Haben Sie ein Kaufrecht, wer verkauft Ihnen das Fahrzeug, die Leasinggesellschaft oder die Garage, steht der Preis schon heute fest, entspricht er genau dem Restwert, und kommen Gebühren dazu. Leiten Sie diese Antworten nicht allein daraus ab, dass im Vertrag ein Restwert steht.
Spielen Sie mit dem RestwertSehen Sie seine Wirkung auf Monatsrate und echte Kosten→QuellenZahlen der Tabelle: Modell der Website (Standardmethode der Finanzierungskosten auf Kapital + Restwert), im Detail auf der Seite Methode.TCS, Ablauf des Leasingvertrags.