Von A. Sfez · Aktualisiert am 28. September 2026
Kurze Antwort: Nein, nicht direkt, das Auto gehört dem Leasinggeber. Vollständige Antwort: Das Gesetz gibt dem Leasingnehmer das Recht, vorzeitig aus dem Vertrag auszusteigen, gegen eine Entschädigung nach einer Tabelle, die der Vertrag enthalten muss. Der Ausstieg kostet fast immer Geld, manchmal viel, und ist trotzdem in gewissen Situationen die beste verfügbare finanzielle Entscheidung. Dieser Ratgeber beschreibt die Mechanik, rechnet sie an einem Mustervertrag durch und nennt die Schwelle, ab der sie sich lohnt.
Während der ganzen Leasingdauer ist das Fahrzeug Eigentum der Leasinggesellschaft: Der Leasingnehmer ist Halter, nicht Eigentümer. Es ohne Erlaubnis zu verkaufen, zu verpfänden oder dauerhaft zu «verleihen» ist keine Grauzone, sondern eine Veruntreuung, die strafrechtlich verfolgt wird, zusätzlich zur Vertragsverletzung. Jeder Ausstieg führt darum über den Leasinggeber.
Verweigern kann der Leasinggeber ihn dagegen nicht. Das Konsumkreditgesetz erlaubt dem Leasingnehmer, mit einer Frist von mindestens 30 Tagen auf Ende einer dreimonatigen Leasingdauer zu kündigen (Art. 17 Abs. 3 KKG). Die Entschädigung richtet sich nach der Tabelle für die vorzeitige Auflösung, einer Pflichtangabe des Vertrags, die Monat für Monat den zusätzlich zu den bezahlten Raten geschuldeten Betrag und den dann angenommenen Restwert ausweist (Art. 11 Abs. 2 Bst. g KKG). Ein Vertrag ohne diese Tabelle ist nichtig (Art. 15 KKG), was die Verhandlung vollständig verändert.
Ein Auto zu CHF 45’000 im Leasing über 48 Monate zu 3.9 %, Restwert CHF 18’000 nach der Tabelle des Rechners, Monatsrate CHF 665. Ausstieg im Monat 24, alle Raten bezahlt. Auf 24 Monate neu berechnet, mit dem Restwert, den die Tabelle für diese Dauer ergibt, hätte der Vertrag CHF 903 pro Monat gekostet.
| Geschuldet für 24 Monate nach Tabelle (24 × CHF 903) | CHF 21’673 |
| Abzüglich der 24 bezahlten Raten | −CHF 15’957 |
| Entschädigung für die vorzeitige Auflösung | CHF 5’716 |
| Plus der im Monat 24 angenommene Restwert | CHF 26’100 |
| Preis für die Ablösung des Autos | CHF 31’816 |
Der Verlust hängt dann vom erzielten Verkaufspreis ab. Die Tabelle des Rechners schätzt das Auto zu diesem Zeitpunkt auf CHF 26’100; ein etwas besserer oder schlechterer Preis verändert das Ergebnis deutlich:
| Erzielter Verkaufspreis | Ausstiegsverlust | Pro verbleibenden Monat |
|---|---|---|
| CHF 23’500 | CHF 8’316 | CHF 346 |
| CHF 26’100 | CHF 5’716 | CHF 238 |
| CHF 28’700 | CHF 3’116 | CHF 130 |
Diese Lage heisst «unter Wasser»: In der Vertragsmitte kostet die Ablösung mehr, als das Auto wert ist, weil die Tabelle den Wertverlust der ersten Monate genau dann nachbelastet, wenn der Markt ihn schon verbucht hat. Je jünger der Vertrag und je optimistischer der Restwert, desto grösser die Lücke. Massgebend ist die Tabelle Ihres Vertrags: Diese Rechnung bildet ihr Prinzip mit der Tabelle der Website nach.
Den Vertrag bis zum Ende zu behalten, kostet noch 24 Raten und 24 Monate vorgeschriebene Kasko, also CHF 19’557 beim Mustervertrag. Der Ausstieg amortisiert sich, sobald die nächste Lösung pro Monat mindestens den Ausstiegsverlust geteilt durch die verbleibenden Monate weniger kostet: CHF 238 weniger pro Monat, wenn sich das Auto zum Wert der Tabelle verkaufen lässt. Ein bescheideneres, bar bezahltes Fahrzeug, Carsharing oder ein ÖV-Abo liegen oft darunter. Drei Situationen rechtfertigen die Rechnung:
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