Ein Spiel, um vier Jahre Leasing zu erleben statt zu lesen

Von A. Sfez · 25. August 2026

Die Website veröffentlicht heute eine interaktive Geschichte. Man wählt einen Schweizer Haushalt, betritt an einem Samstagmorgen eine Garage, konfiguriert ein Auto und unterschreibt ein Leasing. Dann kommen vier Jahre, Monat für Monat, mit allem, was so kommt: eine Servicerechnung, ein Satz Winterreifen, eine Hochzeit, eine Woche an der Sonne, die man absagen muss. Das Spiel dauert rund fünfzehn Minuten, braucht kein Konto und gibt es auf Deutsch wie auf Französisch.

Warum ein Spiel und kein weiterer Ratgeber

Die Ratgeber dieser Website zeigen mit Zahlen, dass eine Leasingrate nicht misst, was ein Auto kostet. Das stimmt, das ist belegt, und es ändert fast nichts: Die Leserin nickt und unterschreibt trotzdem. Was zum Unterschreiben verleitet, ist kein Rechenfehler, sondern ein Wahrnehmungsfehler, und eine Wahrnehmung lässt sich mit einem Beweis schlecht korrigieren.

Also erlebt man sie. Im Spiel zeigt jeder Bildschirm der Garage einen Aufpreis pro Monat und nie dessen Preis: Felgen für elf Franken, ein Paket für neun, Sitzheizung für vier. Keine dieser Zahlen ist falsch. Der Verkäufer lügt nie: Das ist die Schreibregel der Figur, und sie hält von Anfang bis Ende. Was er verschweigt, genügt.

Die Zahl, auf die das Spiel zielt

Das Spiel will nicht mit einer Gesamtsumme erschrecken. Gesamtkosten über vier Jahre sind eine Zahl, mit der niemand umzugehen weiss: Sie beeindruckt, solange man sie liest, und danach nützt sie nichts mehr. Was das Spiel am Ende zusammenzählt, teilt es durch die gelebten Monate, und dieser Quotient ist das eigentliche Ergebnis: der Betrag, der jeden Monat zurückzulegen ist, damit das Auto im Budget nie etwas anderes verdrängt.

Beim Referenzfahrzeug des Rechners, einem Kompaktwagen zu CHF 38’000 über 48 Monate, beträgt die angekündigte Rate CHF 514 und der zurückzulegende Betrag CHF 999. Der Unterschied von CHF 485 pro Monat ist keine versteckte Marge: Es sind Benzin, Unterhalt, Versicherung, Steuern und die Anzahlung, also alles, was ein Finanzierungsvertrag keinen Grund hat zu erwähnen.

Was man damit anfangen kann

Am Ende einer Partie kann man sie noch einmal spielen und dabei eine einzige Entscheidung ändern: ein Modell, eine Laufzeit, einen Zins, eine Anzahlung. Derselbe Haushalt, dasselbe Leben, eine Entscheidung weniger oder mehr, und der Unterschied zeigt sich von selbst. Es ist die kürzeste Antwort auf die Frage, die in der Garage niemand stellt: Was hat mich diese eine Option gekostet?

Die elf Modelle des Katalogs sind erfunden, ihre Preise nicht, und gerechnet wird mit demselben Motor wie im Rechner der Website. Nichts wird ausserhalb des Browsers gespeichert: Eine unterbrochene Partie lässt sich fortsetzen, und sie verlässt das Gerät nicht.

Ins Spiel.

Quellen
Beträge berechnet mit dem Modell des Rechners, mit den Standardwerten des Referenzfahrzeugs (CHF 38’000, 48 Monate, 15'000 km pro Jahr, Kanton Waadt).

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